von Staat und Religion
15.02.2012 Wrabetz nimmt "Christen-Rundmail" in Schutz
Am 13.1.2012 hat die KommAustria aufgrund einer Beschwerde der Initiative Religion ist Privatsache festgestellt, dass Robert Ziegler, ORF-NÖ Vizechefredakteur, wegen einer versuchten pro-christlichen Sprachregelung in Zusammenhang mit dem Attentat in Norwegen gegen das ORF-Gesetz verstoßen hat.
ORF-Chef Wrabetz, brachte nun überraschend eine über 40-Seiten starke Berufung gegen die unmissverständliche und reichlich begründete Entscheidung der ORF-Regulierungsbehörde ein. Fritz Wendl, Vorsitzender des ORF-Redakteursrats, konterte laut „Standard“ prompt mit scharfer Kritik: "Dem ORF-General steht jemand, der ihn als Stiftungsrat gewählt hat und ganz offensichtlich auch Teil eines im Zuge dieser Wahl geschnürten Personalpakets ist, näher als die journalistische Freiheit im und des ORF“.
Der Trennung von Staat und Religion auch beim staatlichen Rundfunk verpflichtet hat die Initiative Religion ist Privatsache nun eine Stellungnahme zur vorliegenden Berufung der Behörde vorgelegt. Diese entkräftet Punkt für Punkt die Scheinargumente des ORF. In diesem Zusammenhang stellt sich natürlich die Frage, warum überhaupt seitens des ORF eine Berufung, die ja ausschließlich Ziegler in Schutz nimmt, eingebracht wurde; ein Disziplinarverfahren gegen Ziegler wäre mit Sicherheit angebrachter.
Link zum Standard-Artikel:
Link zur Berufung des ORF:
http://www.religion-ist-privatsache.at/webandco/downloads/ORF/KommAustria/Berufung.pdf
Link zur Stellungnahme der Initiative Religion ist Privatsache:
http://www.religion-ist-privatsache.at/webandco/downloads/ORF/KommAustria/Stellungnahme_Berufung.pdf
